
Mit dem Pflichtwahlfach „Monetäre Ökonomie“ soll den Studenten eine fundierte Ausbildung geboten werden, die sie befähigt die grundlegenden Zusammenhänge zwischen Geldpolitik, Finanzmärkten und realen Wirtschaftsaktivitäten zu verstehen und zu erklären.
Ziel ist die fundierte Vermittlung der jeweils neuesten theoretischen und ökonometrischen Methoden einerseits sowie die enge Verzahnung des Ausbildungsangebots mit anwendungsorientierten Fragestellungen andererseits. Die Studierenden sollen in die Lage versetzt werden, konkrete Geldpolitik in ihren Wirkungen auf die Volkswirtschaft und auf finanzwirtschaftliche Entscheidungen zu analysieren, um sie hierdurch auf Tätigkeitsfelder im Bereich von Zentralbanken und Geschäftsbanken vorzubereiten.
Die Lehrveranstaltungen des Pflichtwahlfachs „Monetäre Ökonomie“ behandeln Grundlagen der Geldtheorie, Ziele und Instrumente der Geldpolitik, Transmissionsmechanismen, internationale Koordination von Geldpolitik, Währungsregimes und Modelle zur Erklärung von Wechselkursen, Ursachen, Verbreitungsmechanismen und Folgen von Finanz- und Währungskrisen sowie Fragen der optimalen Regulierung von Banken und Finanzmärkten.
Studierende, die dieses PWF belegen, müssen die Pflichtvorlesung (3-stündig mit Übung), und eine oder zwei Wahlvorlesungen oder Seminare (jeweils 2-3-stündige Vorlesung mit Übung) belegen. Insgesamt müssen die für die Zulassung zur mündlichen Prüfung nötigen 8 Leistungspunkte erworben werden.
Ausgewählte Seminare zu Themen monetärer Ökonomie (Seminare, die angerechnet werden können, werden jeweils gesondert bekannt gegeben).
Das PWF ist grundsätzlich für Volkswirte und Betriebswirte im Hauptstudium offen. Die meisten Veranstaltungen setzen Kenntnisse von Mikro- und Makroökonomie, wie sie in den Vorlesungen des Grund- und Hauptstudiums vermittelt werden (Mikro- und Makroökonomie für Volkswirte oder AVWL I und II), voraus. Kenntnisse der Empirischen Ökonomie sind von Vorteil.
Wie in anderen PWF müssen Studenten in jeder Vorlesung einen Leistungsnachweis in Form einer Klausur oder einer Hausarbeit erbringen. Im Falle der Hausarbeit gibt es die Möglichkeit eines zusätzlichen Leistungsnachweises, z. B. Referat, empirische Übung, etc.
Wenn die besuchte Veranstaltung als VWL Veranstaltung eingebracht werden soll, muss der Leistungsnachweis aus einer zweistündigen Klausur, einer einstündigen Klausur mit Hausarbeit oder 2 einstündigen Klausuren bestehen. Wie bei allen PWF müssen 8 Leistungspunkte erworben werden.
In manchen Fallen ist es möglich, dass Studenten Vorlesungen gewählt haben, mit denen sie die Voraussetzungen für zwei PWF erfüllen.
Die Vorlesungen Internationale Währungstheorie (Prof. Illing) und Monetäre Außenwirtschaft (Prof. Marin) sind auch für das PWF Außenwirtschaftliche Beziehungen anrechenbar.
In diesen Fallen können die Studenten entscheiden, auf welches PWF sie die Vorlesungen anrechnen wollen. Diese Entscheidung muss vor der Klausur der jeweiligen Veranstaltungen bei der Anmeldung zur Klausur getroffen werden.
Trotz der Möglichkeit, Vorlesungen auf 2 verschiedene PWF anrechnen zu lassen, kann keine Vorlesung gleichzeitig auf 2 PWF angerechnet werden. Ebenso ist es nicht möglich, dieselbe Vorlesung zu wiederholen und sie für 2 verschiedene PWF anrechnen zu lassen.
Es besteht die Möglichkeit, bei Prof. Illing eine Diplomarbeit aus dem Bereich Monetäre Ökonomie zu schreiben.